Der Trade Sachs Trust Evening ist ein aufwändig gestalteter Abend, der sich um ein grosses Dilemma herum entwickelt: Obwohl wir die Abschaffung des Geldes verfolgen, brauchen wir – die Banker*innen von Trade Sachs – Geld, um in unserer Gesellschaft zu überleben. Auch wir müssen Mieten, Krankenkasse und Rechnung begleichen – und Nahrungsmittel einkaufen.

Der theatrale Propagandaabend setzt sich also inhaltlich, formal und strukturell mit der alltäglichen Macht des Geldes und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft auseinander. Dies geschieht in vier Teilen.

Im Einlass werden die Zuschauenden gebeten, im Gegenzug zu einem personalisierten Schuldschein ihre Wertsachen abzugeben. Anschliessend darf mensch den geldfreien Raum betreten. Im Raum von Trade Sachs können sich die Zuschauenden über das Geld- und Bankensystem informieren, den Anekdoten der Banker_innen lauschen, sich auf Kredit ein Glas Wein gönnen, sich austauschen und sich von der atmosphärischen Hintergrundpropaganda berieseln lassen.

Im zweiten Teil des Propagandaabends erklären die Banker_innen ihr Dilemma und die Möglichkeiten des Schuldscheins, die da wären: Jede und jeder muss am Ende des Abends entscheiden, ob sie/er den Schuldschein und somit die Schulden bei uns begleicht, die Schulden in Form von Geld vernichten oder lediglich den Schuldschein vernichten möchte.

Anschliessend wird durch einen Fragebogen der individuelle Wert jedes einzelnen ermittelt. Es entspinnt sich ein Spiel, das die Zuschauenden vergleicht und alltägliche Anekdoten zum Einfluss von Geld erzählt. Dadurch wird ihnen die Absurdität von Wert und Geld vor Augen geführt. Es folgt der dritte Teil, in welchem es darum geht, sich definitiv für oder gegen eine Gesellschaft des Geldes zu entscheiden. Die Entscheidung jeder*s einzelnen Teilnehmer*in hat Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Abends und auf den vierten Teil: wir verabschieden uns von den Geldbefürwortenden. Sie müssen den wertfreien Raum verlassen und ihren Schuldschein begleichen. Sie haben ihre Entscheidung diesbezüglich bereits unbewusst gefällt.

Champagner für alle! Die Verbleibenden werden in Gruppen aufgeteilt und von uns bedient – da Geld seinen Wert verloren hat, wird der Schuldschein in dem Moment obsolet. Damit haben wir die Ruhe und Freiheit, uns Fragen einer geldlosen Gesellschaft zu widmen: Worauf freuen wir uns? Wovor haben wir Angst? Was wird sich im Tagesablauf ändern? Welche Träume wirst du zu realisieren versuchen? Welche Probleme wird es zu bewältigen geben? Was wirst du morgen früh als erstes tun? Wie werden sich deine Beziehungen verändern? Worauf wirst du verzichten müssen?
Zum Ende holt uns die traurige Realität der noch bestehenden Finanzwelt und die Entscheidung des Schuldscheins ein. Aber wir hoffen, dass die Gedanken an eine neue, geldfreie Gesellschaft bleiben und sich weiterentwickeln können — mit oder ohne der Hilfe von Trade Sachs.

Anforderungen

Raum: Technisch ausgestatteter, grosser Raum mit Podest und Zugang zu einer Bar (Details siehe Tech Rider)
Dauer: 2 – 3 Stunden
erreichte Personen: 15 – 70 Personen

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